CDU Kreisverband Minden-Lübbecke

Gelungener Neujahrsempfang der CDU bei Meyer-Holsen

Mit Anekdoten aus gemeinsamen JU-Zeiten überraschte der CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla die mehr als 200 Gäste des Neujahrsempfangs der Mühlenkreis-CDU und beleuchtete damit auch die menschlichen Seiten der Politiker.
Firmenchef Rüdiger Bethke freute sich zusammen mit Frau Lonni über die große Zahl der Besucher in den Räumen der Dachkeramik Meyer-Holsen in Hüllhorst. CDU-Kreisvorsitzender Steffen Kampeter führte den Besucherandrang auch auf das Rennomee der Firma zurück, die in Holsen seit 140 Jahren zu den traditionsreichen mittelständischen Unternehmen zählt. Diesen, zum großen Teil als Familienunternehmen geführten Betrieben, verdanke man überwiegend den Zuwachs an Arbeitsplätzen im Kreis und in der Region.

Zum Einstieg seiner Neujahrsansprache gab der Generalsekretär zunächst einen Einblick in die durchaus menschlichen Seiten der Politik. So war er denn auch mit seiner Frau Britta angereist, die sich blendend mit Kampeters ebenfalls anwesender Frau Monika verstehe. Dann erinnerte er an den Einstieg in die Bundespolitik: Vor 18 Jahren seien Steffen Kampeter und er erstmals in den Bundestag eingezogen, nunmehr seien beide also auch „politisch volljährig“ geworden. Und an diesen Wahlabend im Jahre 1990 könne er sich auch heute noch sehr gut erinnern. Es war ein langes Warten bis in die frühen Morgenstunden, bis feststand, dass auch sein JU-Freund Steffen Kampeter in den Bundestag einziehen konnte. Und als er ihn dann spät nachts, eher schon in den frühen Morgenstunden, über das damals noch ausschließliche Festnetz (Handy kam erst viel später) erreicht hatte, wurde er von Kampeter beschimpft, weil dieser glaubte, er wolle ihn „veräppeln“. Aber immerhin, Tags darauf habe Kampeter zu einer für ihn machtvollen Entschuldigung gefunden. „War nicht so gemeint“. Das, meinte Parteifreund Pofalla, sei eben die „besondere Sensibilität“ von Steffen Kampeter, dem er im Übrigen eine hervorragende Arbeit in Berlin in seiner Funktion als haushaltspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion bescheinigte.

Politisch wurde der Generalsekretär im Folgenden aber doch noch: Den Milliarden-Schuldenberg des Bundes gelte es abzubauen. Dazu seien eine prosperierende Wirtschaft und ganz besonders ein sich gut entwickelnder Mittelstand, wie hier am Ort vorhanden, notwendig. Auch müsse der wachsenden Jugendkriminalität entgegen gewirkt werden. Dazu sei eine wirkungsvollere Gesetzgebung ebenso notwendig wie Einrichtungen für erzieherische Maßnahmen. Dabei dürften flankierende Anstrengungen für Prävention und effektive Integration bei ausländischen Jugendlichen nicht zu kurz kommen. Der SPD traue er die Lösung dieser Aufgaben nicht zu. Denn wer wie die SPD Lösungen mittels eines „demokratischen Sozialismus auf der Grundlage einer marxistischen Gesellschaftsanalyse“ anstrebe, führe die Gesellschaft zurück in eine Zeit vor den Mauerfall. Diese Art von Sozialismus wollen wir in Deutschland nicht. Wir möchten uns weiter frei und vor allem auch angstfrei an allen Orten in unserem schönen Land bewegen können.

Im Anschluss an die Rede des Generalsekretärs Pofalla spielte die Band „Jazz-Sündikat“ und läutete damit den gemütlichen Teil des Abends ein. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, um sich im weiteren Verlauf der Veranstaltung in lockeren Gesprächen gegenseitig auszutauschen. Insgesamt war der Neujahrsempfang 2008 eine rundum harmonische Veranstaltung in hervorragenden Räumen.