Das Müllerhaus in Südhemmern war schon zu Beginn des Familien- und Frauenfrühstücks mit Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen schlichtweg überfüllt. Statt der erwarteten 140 Besucherinnen hatten sich annähernd 180 Gäste eingefunden, um mit der CDU-Ministerin zu frühstücken.
Begrüßen die Familienministerin: Kampeter, Ortgies und BürgermeisterkandidatinnenKreisvorsitzender Steffen Kampeter MdB freute sich über den großen Zulauf, musste aber bedauern, dass nicht alle Gäste einen Sitzplatz hatten. So war das Gedränge auf dem Flur groß. Die Vorsitzende der Kreis-Frauen-Union, Kirstin Korte, dankte der Ministerin für den Besuch im Mühlenkreis: „Dank Ihrers engagierten Einsatzes ist Frauen- und Familien-Politik längst kein „Gedöns“ mehr, wie früher abschätzig geurteilt wurde.“
Mit dem gewandelten Rollenverständnis der Frauen und der Bewertung der Rollen durch die Gesellschaft setzte sich Frau von der Leyen in einer kurzen Rede auseinander. „Wir müssen davon wegkommen, die Frauen entweder als ´Heimchen am Herd´ oder als ´Rabenmutter´ zu bezeichnen, wenn Sie sich für die Kindererziehung oder den Beruf entscheiden“, forderte die Ministerin mehr Verständnis für die Situation der Frauen. Frauen haben heute eine gute Ausbildung und es ist völlig normal, dass Frauen im Berufleben Karriere machen. Es gelte aber auch den Wunsch nach Kindern zu berücksichtigen und entsprechende Betreuungsmöglichkeiten vorzuhalten, wenn Eltern dies wünschen. Hier seien nicht nur die Frauen, sonder die Partner ebenso gefordert. Die Einführung des Elterngeldes und die vermehrte Einrichtung von Betreuungsplätzen für Kleinkinder trage diesen Wünschen Rechnung.
In angeregten Gesprächen an den einzelnen Tischen suchte die Ministerin anschließend den Kontakt zu den überwiegend weiblichen Besucherinnen. Neben dem Landtagsabgeordneten Friedhelm Ortgies waren auch etliche Bürgermeister-Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Mühlenkreis anwesend. Die aufgeschlossene und unkomplizierte Art der Frau von der Leyen hinterließ bei den Gästen einen überaus positiven Eindruck.