Kreistagsfraktion informiert sich in Espelkamp: Martinshaus und Tafel
Annegret Robert, Detlev Beckschewe, Marco Rinne, stellv. Landrätin Kirstin Korte, Henning Vieker, Ernst Habbe, Vorsitzender Friedrich Klanke, Rald Kurz, Sven Binner und Stella Gieseler vom Arbeitslebenzentrum (v. li.)
CDU-Kreistagsfraktion beeindruckte ehrenamtliches Engagement:
Vorstellung des Martinshauses in Espelkamp mit Ausgabestelle
Espelkamp. Von dem ehrenamtlichen Engagement für das Martinshaus in Espelkamp zeigten sich die Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion beeindruckt. Die dortige Sitzung wurde mit einer Besichtigung des Hauses einschließlich der neu eingerichteten Ausgabestelle der Lübbecker-Land-Tafel verbunden. CDU-Ratsmitglied Arthur Wall berichtete über die Umbauten und Renovierungen des Martinshauses, für die
die etwa 200 Mitglieder der Evangelischen Freikirche umfangreiche Eigenleistung erbracht hätten.
Die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Senckel wies darauf hin, dass das von der Ev. Freikirche im Jahr 2007 erworbene Gebäude aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges stammt. "Den heutigen Gottesdienstraum nutzte bereits die Belegschaft der MUNA von 1939 bis 1945 als Gesellschaftsraum und im Jahre 1952 feierten die Bürger Espelkamps hier die Einweihung ihrer ersten Kirche (Martinskirche)", leitete Christel Senckel ihren Kurzvortrag über die bewegte Geschichte des Hauses ein.
"Wir haben es hier mit einem sehr geschichtsträchtigen Gebäude zu tun", hob sie hervor. 1955 habe in diesem Gebäude die Synode der Evangelischen Kirchen Deutschlands unter Vorsitz des Präses Gustav Heinemann getagt. Es sei eine bemerkenswerte Tagung gewesen, da bei dieser Synode Gustav Heinemann abgewählt worden sei", erinnerte Christel Senckel an die damaligen Differenzen.
Heftige Diskussionen hätte es in Espelkamp gegeben, weil aufgrund zurückgehender Mitgliederzahlen die Martinskirche als eine von drei Kirchen aufgegeben werden und das gesamte Gebäude nach verschiedenen Nutzungsideen aus finanziellen Gründen doch verkauft werden musste. "Nachdem dann zuerst die Räume der Diakonie neu eingerichtet worden seien, gelang es danach auch, die weiteren Arbeiten mit Umgestaltung des Gemeindesaales zum Mehrzweckraum, Einbau bzw. grundlegende Renovierung von Küche, Sanitäranlagen und die Bereiche der Kinderstunden-, Teenager- und Jugendräume erfolgreich zu bewerkstelligen", hatte zuvor schon Ratsmitglied Arthur Wall erläutert.
Für die CDU-Kreistagsfraktion bedankte sich Vorsitzender Friedrich Klanke bei der stellvertretenden Bürgermeisterin Christel Senckel und bei Arthur Wall für die interessanten Ausführungen zur Historie des Martinshauses und der Vorstellung der Bau- und Einrichtungsmaßnahmen.