CDU Kreisverband Minden-Lübbecke

Jenz baut Holz-Hacker für den Klimaschutz

CDU Kreisvorstand besuchte den Spezialisten für die Aufbereitung von Biomasse in Petershagen

Von der Schmiede zum Marktführer: Bei Jenz an der Wegholmer Straße in Petershagen-Friedewalde wird seit der Gründung durch Schmiedemeister Hans Jenz im Jahre 1921 innovativ gearbeitet.
Die Mitglieder des CDU-Kreisvorstandes vor einem Mobilhacker. In der Mitte Kirstin Korte MdL und Anna Hermeier.Die Mitglieder des CDU-Kreisvorstandes vor einem Mobilhacker. In der Mitte Kirstin Korte MdL und Anna Hermeier.
Zu Anfang mit dem Bau von Kutschen und Anhängern, später durch den Bau der ersten gummibereiften Kippanhänger. 1955 mit dem ersten Generationswechsel übernahm Schwiegersohn Wilhelm Hermeier den Betrieb und entwickelte Kipper, Hochkipper und die ersten Anhänger mit Auflaufbremse. 1976 dann wurden für Finnland die ersten stationären und später auch mobilen Holz-Hacker gebaut.
In der dritten Generation konzentrierte sich Uwe Hempen-Hermeier dann auf den wachsenden Markt der Abfallzerkleinerung und Bioabfall-Aufbereitung. Heute ist die Firma Jenz marktführend im Bereich der Mobilhacker in Europa und exportiert die Hacker weltweit. Die Maschinen werden eingesetzt zur Aufbereitung von Biomasse für die Kompostierung oder für die Erzeugung von Holzhackschnitzeln zur Energiegewinnung. „Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen ist die Nutzung von Holzhackschnitzeln schließlich eine der wenigen Energiequellen, die direkt vom Menschen im Sinne einer nachhaltigen Energiegewinnung beeinflusst werden kann“ erläuterte Uwe Hempen-Hermeier dazu. 
Die Hacker werden als mobile Anhänger oder als Festaufbauten auf LKW gefertigt. Die Produktion erfolgt vom Entwurf bis zur Schlussabnahme vor Ort in Petershagen. Auch alle Zulieferer von Vorprodukten sind im Umkreis von 30 Kilometern zu finden. So bleibt die komplette Wertschöpfung in der Region. Für Petershagen bedeutet das am Stammsitz 180 qualifizierte Arbeitsplätze und 15 Ausbildungsplätze. Damit ist die Firma Jenz am Ort ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Kreisvorsitzende Kirstin Korte MdL zeigte sich beeindruckt von dem Leistungsspektrum des Familienunternehmens. Zumal auch eine Kooperation mit der Hauptschule Petershagen für frühzeitige Praxis-Erfahrung auch der Schüler sorgt. Sie freute sich insbesondere über das Angebot von qualifizierten Ausbildungsplätzen auf hohem Niveau.
Auch ein Energiewald mit schnell wachsenden Weiden wurde angelegt. Hier wurden in der Diskussion jedoch auch Grenzen aufgezeigt, da aufgrund der gestiegenen Pachtpreise die Flächen für den Anbau von Mais attraktiver seien. Uwe Hempen-Hermeier regte an, solche Energiewälder künftig auch als Ausgleichsmaßnahmen für Umwelteingriffe anzuerkennen.
Zum Selbstverständnis der Firma Jenz gehört auch der Ressourcen schonende Umgang mit Energie. Besonders stolz darauf sind daher Anna und Uwe Hempen-Hermeier, mit einer Holzhackschnitzel-Heizung sowie mit Solaranlagen auf den Hallendächern die gesamte Energieversorgung für die Betriebsanlagen und die Fertigungshallen klimaneutral gestalten zu können. Da die Firma selbst schon seit 2009 nach ISO-DIN zertifiziert ist, wolle man sich jetzt auch die klimaneutrale Produktion zertifizieren lassen.
Die Mitglieder des Kreisvorstands zeigten sich nach der beeindruckenden Führung durch die Produktionshallen überzeugt, dass mit dem innovativen Ansatz des Familienunternehmens auch in Zukunft die Arbeitsplätze vor Ort gesichert sein werden.