CDU Kreisverband Minden-Lübbecke

Guttenberg in Bad Oeynhausen: Beifall für den Minister

Karl-Theodor zu Guttenberg spricht auf Einladung der Kreis-CDU im Theater im Park

Bad Oeynhausen (WB). Als Karl-Theodor zu Guttenberg fünf Minuten vor der Zeit die Bühne des Theaters im Park betritt, brandet Beifall auf: Mehr als 300 Zuhörer im Saal bereiten dem Bundesverteidigungsminister ein herzliches Willkommen. Gut gelaunt bedankt sich der CSU-Politiker für stehende Ovationen und nicht enden wollenden Applaus.
Nach Angaben des CDU-Kreisvorsitzenden Steffen Kampeter ist der Besuch des Bundesverteidigungsministers in Bad Oeynhausen für die Christdemokraten im Mühlenkreis der Höhepunkt des Landtagswahlkampfes. Mit großem Stolz empfing Helke Nolte-Ernsting die Besucher am Eingang des Theaters im Park. Nicht nur die stellvertretende Bürgermeisterin von Bad Oeynhausen war bemüht, möglichst allen Gästen die Hand zu schütteln. Auch die CDU-Landtagskandidaten Karl Erich Schmeding (Bad Oeynhausen, Porta Westfalica, Minden) und Friedhelm Ortgies (Altkreis Lübbecke) versuchten, mit möglichst vielen Besuchern zumindest für ein paar Sätze ins Gespräch zu kommen.

Nachdem das Jazz-Syndikat aus Bielefeld die Zuhörer bereits musikalisch in Stimmung gebracht hatte, richtete Steffen Kampeter zunächst einige launige Worte an das Publikum. »Ich freue mich sehr, dass Karl-Theodor zu Guttenberg bereits zum zweiten Mal innerhalb von eineinhalb Jahren zu uns in den Mühlenkreis kommt«, sagte der Finanzstaatssekretär. Damals sei der Gast aus Franken als Wirtschaftsexperte zu Gast gewesen, diesmal komme er als Bundesverteidigungsminister - eine Funktion, die für den CSU-Politiker kein Zuckerschlecken bedeute. Steffen Kamperter: »Wir wünschen Karl-Theodor zu Guttenberg deshalb Gottes Segen für seine Aufgabe.«

Landtagskandidat Karl Erich Schmeding wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass es bei der Landtagswahl am 9. Mai um eine Richtungsentscheidung gehe. »Entweder Sicherheit und Stabilität mit der CDU oder eine rot-rote Chaos-Regierung.« Gleichzeitig betonte er, dass künftig ein Umdenken nötig sei: »Wir müssen weg von der Auffassung, dass der Staat alles regeln wird.«

Zu Beginn seines etwa 40-minütigen Vortrags richtete Karl-Theodor zu Guttenberg ein herzliches »Grüß Gott« an die Zuhörer. Mit charmanter Selbstironie stellte er fest, er sei sich unsicher, ob er als »fleischgewordene wirtschaftspolitische Altlast« oder als »Selbstverteidigungsminister« eingeladen sei. Zunächst zielten seine Ausführungen weder in die eine noch in die andere Richtung. Stattdessen mahnte der Minister an, dass sich Politiker mehr auf moralische Grundwerte besinnen sollten.
Unterschiedliche Dimensionen des Begriffes »Solidarität« machte Karl-Theodor zu Guttenberg an der Hartz-IV-Debatte und der Diskussion über Finanzhilfen für Griechenland deutlich. Es erstaune ihn, dass letztere engagierter geführt werde als die Debatte über Maßnahmen gegen die internationale Wirtschaftskrise 2009.

Auch so manche Anekdote teilte der Minister mit den Zuhörern, bevor er sich dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr widmete. So berichtete er etwa, wie er mit klapprigen Bussen und einer Propellermaschine von Istanbul nach Berlin reiste, weil wegen des Vulkanausbruchs in Island der Luftraum gesperrt war.

CDU-Stadtverbandsvorsitzender Lothar Gohmann überreichte Karl-Theodor zu Guttenberg eine Flagge mit dem Bad Oeynhausener Stadtwappen und die neu aufgelegte Stadtchronik von Paul Baehr. Beides will der Bundesverteidigungsminister bei seinem nächsten Truppenbesuch mit zu den Soldaten in Afghanistan nehmen.